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Aufgabenheft Voltigieren 2012

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Bei den Pony-Zweispännern ging der Titel an Stephan Koch (Hamburg), bei den Pony-Einspännern an Dennis Schneiders (Petershagen) mit Maverick.

Da im Hindernisfahren in umgekehrter Reihenfolge der Rangierung gestartet wird, muss der Führende als letzter Fahrer in den Kegelparcours. Pony-Vierspännerfahrer Tobias Bücker hatte die Dressur gewonnen, Steffen Brauchle siegte zwar im Gelände, allerdings übernahm er nicht – wie fälschlicherweise erst ausgegeben – die Führung.

Keine Medaille für deutsche Reiter im Special

„Die Pferde haben sich am zweiten Tag sehr schwer getan mit dem Boden im Dressurviereck“, so die Einschätzung von Bundestrainer Eckardt Meyer (Hermannsburg). Meyer war aber dennoch sehr zufrieden mit der Dressur der deutschen Fahrer. Denn auch die erst 15-jährige Einzelfahrerin Anna Sandmann (Lähden) hatte ein erfolgreiches WM-Debüt gegeben. Mit 44,93 Punkten platzierte sich die Tochter von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann auf Rang acht. Anna Sandmann startete, wie auch Trainingspartnerin Carola Diener, mit Pferden aus dem Vierspänner ihres Vaters.

Rolle des Veranstalters und Ausrichters

„Das ist schon gewaltig, da hat keiner mit gerechnet“, freute sich Eckardt Meyer besonders über die Dressurergebnisse der beiden Nachwuchsfahrerinnen. Das deutsche Team führte nach der Dressur vor der Mannschaft aus der Schweiz und dem Team aus den Niederlanden. Auch bei der Geländeprüfung spielten die Bodenverhältnisse eine Rolle. Immer wieder regnete es, so dass der Boden tief und tiefer wurde. Das bereitete auch den deutschen Fahrern einige Probleme.

Strategien für Springprüfungen

Am besten mit den Bodenverhältnissen und den acht Hindernissen kam Carola Diener zurecht. Sie beendete die Prüfung auf dem zwölften Platz und führte nach Dressur und Gelände mit 123,84 Punkten vor dem Niederländer Tom Engbers auf Rang zwei mit 127,97 Punkten. Allerdings konnte die deutsche Mannschaft, zu der auch Diener gehört, ihre Führung in der Teamwertung nicht mehr halten – mit 255,6 Punkten lagen die Niederländer vorne, Deutschland hatte 261,5 Punkte. Auf Platz drei waren die Franzosen mit 268,4 Punkten. „Die Holländer sind wirklich sehr stark im Gelände gefahren“, gab Meyer zu. Bei Tobias Bücker waren in einem Geländehindernis einige Sekunden zu viel aufgeschrieben worden, so änderte sich nicht nur die Ergebnisliste, sondern auch die Starterliste – es führte Bücker und musste als letzter Starter in den Kegelparcours.

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„Das war schon etwas plötzlich, als ich dann doch vor Tobi einfahren musste, aber seine Leistung muss man trotzdem bringen“, sagte Brauchle nachher. Er kam auf 5,05 Punkte für einen Ball und Zeitfehler, so dass er insgesamt 146,72 Punkte hatte. Tobias Bücker hätte sich somit sogar sechs Strafpunkte erlauben dürfen. Er fuhr fehlerfrei, schaffte es aber nicht in der erlaubten Zeit: 6,46 Strafpunkte. Damit fiel er auf Platz zwei zurück (146,72) und Steffen Brauchle wurde nach 2010 zum zweiten Mal Deutscher Meister. „Der zweite Platz ist auch super“, sagte Bücker und gratulierte Brauchle. Bronze ging an Lokalmatador Daniel Schneiders, der das Kegelfahren mit 0,8 Punkten gewinnen konnte und am Ende auf 147,36 Punkte kam. Platz vier sicherte sich Daniel Coenen (Geilenkirchen), Platz fünf ging an Dieter Höfs (Weil der Stadt) und Platz sechs an den Deutschen Meister von 2009 Martin Thiemann (Saerbeck). Bei den Pony-Zweispännern machte es Stephan Koch spannend. Als Führender nach Dressur und Gelände musste er als letzter Starter in den Hindernisparcours. Zuvor hatte der auf Rang zwei liegende Dieter Baackmann (Emsdetten) die erste fehlerfreie Runde im Kegelparcours hingelegt und somit Koch zusätzlich unter Druck gesetzt.

Albert Stecken verstorben

Reinhard Burggraf, der bei der WM 2005 Mannschafts-Bronze gewonnen hatte, beendete die Kombinierte Wertung auf Rang 17 (151,81). Anna Sandmann schloss ihr WM-Debüt mit Platz 18 (152,35) ab. „Anna ist stark gefahren und sie ist schließlich erst 15 Jahre alt“, war Meyer auch von der Leistung der Nachwuchsfahrerin begeistert. Bei den Deutschen Meisterschaften der Ponyfahrer ging es in Minden um Medaillen und die Tickets zu den Weltmeisterschaften. Bei den Pony-Vierspännern wurde es zwischen Steffen Brauchle (Lauchheim) und Tobias Bücker (Emsdetten) noch richtig spannend und am Ende siegte Brauchle nur knapp. 5,15 Strafpunkte durfte Koch sich erlauben.

Dann fiel in der Schlangenlinie an Hindernis 12d ein Ball – drei Strafpunkte. „Da bin ich schon nervös geworden, jetzt musste alles klappen“, sagte Koch nachher. Fahr einfach nur nach Hause“, hatte ihn seine Beifahrerin Silvia Asmus beruhigt.

Koch kam in der erlaubten Zeit ins Ziel und wurde mit 121,26 Punkten Deutscher Meister. Nach 2007, 2008 und 2009 sein vierter nationaler Titel.

Finanzierung und Sponsoring im ADMR

„Ich war total nervös, vor allen Dingen, weil ich vorher beim Abfahren so ziemlich alles umgekegelt habe“, sagte die neue Weltmeisterin überwältigt. „Aber als ich dann drin war, lief es plötzlich.“ Kein einziger Ball fiel und sie kam lediglich mit 1,94 Zeitfehlern ins Ziel. Da war der Jubel groß, denn das reichte für den Sieg mit insgesamt 125,78 Punkten. „Das ist sagenhaft, sie ist da ganz cool reingefahren“, sagte Bundestrainer Eckardt Meyer (Hermannsburg) begeistert. Die Silbermedaille ging an den Franzosen Stephane Chouzenoux, der sich mit einer fehlerfreien Runde im Kegelparcours noch auf den zweiten Rang (129,06 Punkte) geschoben hatte.

Ohne Einzelmedaille auch in der Kür

Der nach Dressur und Gelände auf Rang zwei liegende Niederländer Tom Engbers hatte drei Fehler im Hindernisfahren, rutschte einen Rang zurück und gewann Bronze (130,97). In der Mannschaftswertung hatte deutsche Team mit Carola Diener, Sebastian Warneck (Nunsdorf) und Reinhard Burggraf (Geretsried) nach der Dressur die Führung übernommen. Mit 35,58 Punkten hatte Diener hier das erste Mal den anderen 68 Teilnehmern aus 24 Nationen gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist. „Ich habe mir die Dressur nachher mal angeschaut, das war tatsächlich ganz gut“, sagte Diener schmunzelnd. An ihre Punktzahl kam auch am zweiten Tag der Dressur niemand mehr heran und so gewann sie die erste Teilprüfung.

Grundregeln des Vielseitigkeitsreitens

Mannschaftsfahrer Reinhard Burggraf kam in der Dressur auf Rang 19 (52,48 Punkte). Als dritter Mannschaftsfahrer musste am zweiten Dressurtag nur noch Sebastian Warneck ins Viereck. Da es in der Nacht heftig geregnet hatte, war der Boden sehr tief und Warneck hatte einige Probleme. Er belegte am Ende Platz zwölf (48,51). Ein Pferd rutschte aus und galoppierte daraufhin an. Titelverteidiger Dieter Baackmann freute sich aber auch über die Silbermedaille.

Die Geschichte und Entstehung von ADMR

Mannschaftsfahrer Sebastian Warneck beendete die Geländeprüfung auf Rang 15. „Mit seinem noch sehr jungen Gespann war das ein ordentliches Ergebnis“, so Meyer zufrieden. Der Marathonspezialist Reinhard Burggraf hatte dagegen etwas Pech. In einem Hindernis fiel bei ihm ein abwerfbares Teil zu Boden, was zusätzliche Strafpunkte gab, und im zweiten Hindernis musste er eine nicht geplante Volte fahren – das kostete Zeit. Burggraf kam auf Rang 18 im Gelände.

Internationale Wettbewerbe und Meisterschaften

Einzelfahrerin Anna Sandmann beendete die Geländeprüfung cas casino club deutschland auf Rang 21. Sie startete erst als zweitletzte Teilnehmerin und der Boden war sehr aufgeweicht und tief. „Sie hatte am meisten mit den Bodenverhältnissen zu kämpfen, aber sie ist sehr ordentlich gefahren“, lobte Meyer. Im abschließenden Hindernisfahren wurde es dann zwar noch einmal spannend, aber es reichte nicht ganz für das deutsche Team. Reinhard Burggraf hatte mit 9,69 Punkten im Kegelparcours als erster Mannschaftsfahrer das Streichergebnis geliefert. Er hatte in der Dressur und im Gelände jedes Mal hinter Koch Platz zwei belegt.

Im Kegelparcours gab er noch einmal alles und konnte mit der einzigen fehlerfreien Runde das Hindernisfahren gewinnen. So hatte er am Ende 123,41 Punkte auf dem Konto.

Soziale Verantwortung und Gemeinschaftsprojekte

Für den Aufbau der Strecke zeichnete der international erfahrene Parcourschef Christian Zehe verantwortlich. Trotz des bergigen Geländes hatten auch die norddeutschen Teams keinerlei Probleme mit dem für sie eher ungewöhnlichen Terrain. Die Zuschauer konnten sich über einen spannenden Wettkampf bis zum letzten Reiter freuen. Die endgültige Entscheidung fiel allerdings erst im Springen. So lag die siegreiche hessische Mannschaft nach Dressur und Gelände noch an vierter Stelle, die Hannoveraner auf Platz drei.

Zeitplan der EM Vielseitigkeit

Im Parcours wurde der Spieß dann umgedreht. Die Westfalen rutschten von der Spitzenposition auf Rang drei zurück, die bis dahin zweitplatzierten Reiter aus Weser-Ems mussten gar ganz auf eine Medaille verzichten und wurden Vierte. Zum Trost entstammte die Einzelsieger des CCI* ihren Reihen: Die 20-jährige Solveig Hoffmann aus Ganderkesee beendete mit Caspar K. v. Concetto die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 39,4 Minuspunkten vor Josefa Sommer mit Hamilton (44,10) und der bayerischen Einzelreiterin Dr.

Bewertungskriterien in der Dressurprüfung

Christina Buse (Eckersdorf) mit Magic Touch (45,4). Die 23-jährige Nachwuchsfahrerin Carola Diener (Lähden), die ihre erste Saison international fährt und im vergangenen Jahr noch Deutsche Jugendmeisterin war, ist Weltmeisterin der Zweispänner. Im französischen Conty behielt sie auch im Kegelfahren die Nerven und sicherte sich die Goldmedaille und zusätzlich noch dem deutschen Team die Silbermedaille. Nach ihrem Sieg in der Dressur und Platz zwölf im Gelände lag die Deutsche Meisterin und Stallmeisterin von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann vor dem Hindernisfahren in Führung. Somit musste sie als letzte Starterin in den Kegelparcours. Groß war die Freude auch bei Fabian Gänshirt (Meißenheim) über seine erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Versicherungen

Sebastian Warneck fuhr wie Diener fehlerfrei, bekam aber 1,47 Zeitfehler. Am Ende gewann die deutsche Mannschaft mit 264,9 Punkten Silber hinter den Weltmeistern aus den Niederlanden mit 261,6 Punkten. Durch seinen vierten Platz im Hindernisfahren schob sich Sebastian Warneck in der Einzelwertung noch auf den sechsten Platz vor (139,16). Für ihn war es seine fünfte WM in Folge und er komplettierte seinen Medaillensatz. Nach Mannschafts-Bronze 2005 und 2009, Mannschafts-Gold und den Vize-Weltmeistertitel 2007 kam jetzt noch die Mannschafts-Silbermedaille hinzu. Der 22-Jährige konnte sich von Platz 22 nach der Dressur durch Platz drei im Gelände vorarbeiten.