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Sportwetten ohne OASIS

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Im Gegensatz zur Selbstsperre ist die Fremdsperre zeitlich unbefristet und eine Aufhebung frühestens nach Ablauf von 12 Monaten möglich.

OASIS-Sperre wieder aufheben

Hierzu zählen deutschlandweit das Automatenspiel in allen Spielhallen und Gaststätten, alle Spielbanken, alle Wettvermittlungsstellen (sog. Wettbüros), bestimmte Lotterien (d.h. Angebote, die häufiger als zwei Mal pro Woche veranstaltet werden, wie zum Beispiel Keno) sowie alle hierzulande erlaubten Internet-Glücksspiele (d.h. virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele, Online-Poker und Online-Sportwetten). Die Verfügung einer Selbstsperre und damit der Eintrag in die sogenannte OASIS-Sperrdatei erfolgt mittels eines schriftlichen Antrages und hat eine Minimallaufzeit von 12 Monaten. Hier findet sich der Antrag zur Fremdsperre: Zusätzliche Hinweise zum Sperrverfahren in OASIS und weitere Formulare finden Sie auf folgender Seite des Regierungspräsidiums Darmstadt: Aus der Perspektive des Spielerschutzes stellt diese Art der Zugangsbeschränkung vor allem bei spielsuchtgefährdeten Personen eine grundsätzlich zu begrüßende Handlungsstrategie dar. So kann die Spielsperre als eine unterstützende Hilfe auf dem Weg zur Verhaltensänderung verstanden werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Spielsperre für sich genommen keinen Ersatz für weiterführende Handlungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Inanspruchnahme einer Suchtberatung, verkörpert.

Auch bedeutet die Spielsperre nicht zwangsläufig eine Beendigung des Spielverhaltens, da ihre Reichweite bestimmte Glücksspielangebote, wie etwa illegale Glücksspielangebote im Internet oder Spielbanken im Ausland, gar nicht umfasst.

Sportwetten ohne Oasis - die Erkenntnis

"Dafür müssen wir das Strafrecht erweitern, sodass unsere Staatsanwaltschaften auch gegen illegale Glücksspielangebote aus dem Ausland vorgehen können, die sich bei uns an die Spielenden richten", sagte Blienert dem BR. Derzeit stellen Staatsanwaltschaften Ermittlungen gegen Betreiber illegaler Onlinecasinos aus dem Ausland immer wieder ein. Hinweis der Redaktion: Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld Probleme mit Glücksspiel bet sportwetten anbieter paypal haben, dann suchen Sie sich Hilfe. Entweder unter bzga.de oder in der Glücksspielsuchttelefonberatung der BZgA, erreichbar unter 0800 1 37 27 00. Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

Kontaktdaten der NRW-Spielerschutzbeauftragten im Überblick

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Mit der Spielsperre steht eine Maßnahme des Spielerschutzes zur Verfügung, die darauf abzielt, suchtgefährdete bzw. exzessiv spielende Personen für einen gewissen Zeitraum oder für die gesamte Lebensspanne vom Spielbetrieb auszuschließen. Seit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags zum 01.07.2021 können sich Glücksspielende bundesweit und spielformübergreifend sperren lassen. Die Reichweite der Spielsperre umfasst alle Glücksspielangebote mit mittleren und hohen Suchtgefahren. Personen, die eine Sperrverfügung veranlassen, wird daher empfohlen, diesen Schritt nicht als „alleinigen Problemlöser“ oder „Allheilmittel“ anzusehen, sondern darüber hinaus ergänzende Hilfeangebote wahrzunehmen.

Sperrgrund Beschreibung Rechtliche Grundlage (Beispiel D)
Fehlende Lizenz Anbieter operiert ohne Genehmigung der zuständigen Glücksspielbehörde § 4 Abs. 1 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV)
Jugendschutzverstoß Unzureichende Altersverifikation, Minderjährige können spielen § 6 Jugendschutzgesetz (JuSchG)
Verbraucherschutz Täuschende Werbung, intransparente Geschäftsbedingungen § 3a UWG (Unlauterer Wettbewerb)
Geldwäscheprävention Unzureichende Identifizierung der Kunden (Know-Your-Customer) Geldwäschegesetz (GwG)

Für weitere Informationen rund um den Themenkomplex „Spielsperre“ stehen Ihnen die Beratungsstellen der Fachstellen Glücksspielsucht im Land Bremen gerne zur Verfügung. Seit 2021 ist Onlineglücksspiel in Deutschland legal.

Was ist mit dem Kinder- und Jugendschutz?

Der Kontostand von N1 Interactive wird im selben Dokument mit mehr als sieben Millionen Euro angegeben. In Dokumenten der insolventen Wirecard-Bank aus dem Jahr 2020, die dem BR vorliegen, wird "SoftSwiss" als Kunde genannt — im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Vorgängerfirma von Dama N.V. Die zählte zwischenzeitlich zu den umsatzstärksten Kunden der Wirecard-Bank. Den Dokumenten zufolge wickelte das Unternehmen im Jahr 2018 über Wirecard Zahlungen in Höhe von etwa 61 Millionen Euro ab. Auch andere Unternehmen des Netzwerks aus Malta und Zypern hatten Konten bei Wirecard.

Dauer und Aufhebung

Aus E-Mails des Ex-Wirecard-Managers Jan Marsalek geht hervor, dass dieser 2020 persönlich gesammelte Umsatzberichte genau dieser Firmen anforderte. Einen weiteren Hinweis, wie eng Dama N.V. "SoftSwiss" suchte diesen Sommer offenbar neue Mitarbeiter über Anzeigen bei Google. Das Werbetransparenzregister von Google zeigt, dass diese Anzeigen von Dama N.V. Das heißt: Die Casinofirma aus Curaçao beauftragte Werbung für Stellenanzeigen bei dem Tech-Anbieter. Trotzdem gibt es im Netz Hunderte illegale Casinos mit mangelhaftem Spielerschutz.

Hinter einigen könnte laut BR-Recherchen ein Unternehmer aus Berlin stecken.

Auswirkung Beschreibung Mögliche Konsequenz für Nutzer
Zugangsverlust Webseite/App ist von Deutschland aus nicht mehr erreichbar Kein Zugriff auf Guthaben oder laufende Wetten
Finanzielle Risiken Einzahlungen sind möglich, Auszahlungen blockiert Verlust von Geldeinlagen, kein Rechtsschutz
Datenrisiko Illegale Anbieter unterliegen keinem deutschen Datenschutz Missbrauch persönlicher und finanzieller Daten
Kein Spielerschutz Fehlen von Limits, Selbstsperre oder Beratung Erhöhtes Sucht- und Verschuldungsrisiko

Auf den ersten Blick wirkt "SoftSwiss" wie ein gewöhnliches IT-Unternehmen, das Software anbietet, um Online-Casinos zu verwalten.

Wie werden Nutzerinnen und Nutzer vor Spielsucht geschützt?

Bei einer Selbstsperre kann auch eine Verkürzung der Sperrdauer auf mindestens 3 Monate beantragt werden. Die Anbieter der oben genannten Glücksspiele sind verpflichtet, den Status jeder Person vor Spielbeginn zu prüfen und gegebenenfalls den Zugang zum Glücksspiel beim Vorliegen einer Spielsperre zu untersagen. Die Sperrdatei wird betrieben vom Regierungspräsidium Darmstadt in Hessen. Für eine Selbstsperre kann folgender Online-Antrag des Regierungspräsidiums Darmstadt genutzt werden: Daneben gibt es die Möglichkeit einer Fremdsperre, die durch die Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen oder durch das soziale Nahumfeld eines Glücksspielenden zur Vermeidung (weiterer) glücksspielbedingter Folgeschäden verfügt werden kann. Die zu sperrende Person hat nach Eingang des Antrages auf Fremdsperre die Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Als Gründer von "SoftSwiss" tritt ein aus Belarus stammender deutscher Geschäftsmann mit Wohnsitz in Berlin auf, der sich öffentlich als Techunternehmer inszeniert und sich in Podcasts interviewen lässt.

Verwandte Verträge: Verlosungen und Tombolas

Ein weiteres Puzzleteil: Die Internetadresse eines von Dama betriebenen Onlinecasinos wurde offenbar ursprünglich mit einer "SoftSwiss"-E-Mailadresse registriert – mit dem Vornamen des "SoftSwiss"-Gründers. "SoftSwiss" und sein Gründer ließen Anfragen des BR unbeantwortet. Der deutschen Glücksspielaufsicht (GGL) sollen bereits vor mehreren Monaten Informationen zu "SoftSwiss" präsentiert worden sein, berichten mehrere Personen dem BR. Auf Anfrage teilt die GGL mit, dass sie keine Aussage zu einzelnen möglichen Verwaltungsverfahren machen könne. "SoftSwiss" besitze keine Lizenz in Deutschland und habe auch keine beantragt.

Für welche Glücksspielformen kann eine Sperre erfolgen?

Darüber, ob es staatsanwaltliche oder polizeiliche Ermittlungen gibt, geben weitere Behörden keine Auskunft. Die Onlinecasinos sind weiterhin aus Deutschland erreichbar. Der Suchtbeauftragte der Bundesregierung Burkhart Blienert (SPD) fordert im BR-Interview, illegales Glücksspiel besser einzudämmen. Es müsse darum gehen, die Behörden mit den erforderlichen Kompetenzen auszustatten. Juristisch ist umstritten, ob das deutsche Strafrecht bei ausländischen Glücksspielanbietern überhaupt anwendbar ist. Recherchen des BR zeigen jetzt: "SoftSwiss" und sein Gründer könnten mutmaßlich hinter Dutzenden illegalen Online-Casinos stecken, die offenbar deutsche Spieler ansprechen, aber keine Lizenz in Deutschland haben.

Staatliche Monopole bei Sportwetten und Besonderheiten bei Online-Glücksspiel

Viele von ihnen spielen zunächst in legalen Onlinecasinos und dann in illegalen, verspielen tausende Euro und häufen immense Schulden an. Zum Artikel: Bayern startet erstes legales Online-Spielcasino Recherchen des Bayerischen Rundfunks zeigen jetzt: Ein IT-Anbieter namens "SoftSwiss" und sein Gründer könnten mutmaßlich hinter dutzenden illegalen Onlinecasinos stecken, die offenbar deutsche Spieler ansprechen, aber keine Lizenz in Deutschland haben. Darauf deutet eine BR-Datenanalyse von Glücksspielwebseiten hin. Auf den ersten Blick wirkt "SoftSwiss" wie ein gewöhnliches IT-Unternehmen, das Software anbietet, um Onlinecasinos zu verwalten. Als Gründer von "SoftSwiss" tritt ein aus Belarus stammender deutscher Geschäftsmann mit Wohnsitz in Berlin auf, der sich öffentlich als Tech-Unternehmer inszeniert und sich in Podcasts interviewen lässt.

Warum richtige Tipps nicht automatisch zu Wetterfolg führen

Die Recherchen führen zu einem weit verzweigten Netzwerk von Firmen auf Malta, Zypern und der Karibikinsel Curaçao. Sie legen direkte Verbindungen zwischen dem IT-Anbieter und den illegalen Onlinecasinos nahe. Glücksspielforscher Tobias Hayer von der Universität Bremen kennt solche illegalen Angebote und sagt im Interview mit dem BR: Nicht-lizenzierte Casinos lockten mit enormen Gewinnen, es gebe oft keine Einzahlungslimits – theoretisch können die Spieler also unbegrenzt viel zocken. Das führe potenziell zu noch höherer Suchtgefahr als bei legalen Seiten. Zudem falle oft kein gravierender Unterschied zu hierzulande erlaubten Glücksspiel-Websites auf. Sie legen direkte Verbindungen zwischen dem IT-Anbieter und den illegalen Online-Casinos nahe.

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Viele Spieler wüssten oft nicht, dass sie auf nicht-lizenzierten Seiten spielen, so Hayer – doch damit machen sie sich häufig strafbar. Hinzu kommt: Nach dem Glücksspielstaatsvertrag müssen Onlinecasinobetreiber technische Mittel nutzen, um Spieler zu schützen. Mit dem bundesweiten Glücksspielsperrsystem OASIS können sich Spielsüchtige selbst bei allen lizenzierten Glücksspielanbietern sperren lassen. Doch auf illegalen Seiten können Spielsüchtige einfach weiterzocken. Hinweise, dass die beiden Unternehmen enge Verbindungen zu "SoftSwiss" und seinem Gründer haben, oder bis vor kurzem hatten, ergeben sich unter anderem aus Gerichtsdokumenten, Unternehmens- und Domainregistern.

Unser Testsieger: Bester Sportwettenanbieter mit OASIS ist CrazyBuzzer

Komplizierte Firmenstrukturen würden oft verwendet, um Eigentümer zu verschleiern oder Steuern zu umgehen, sagt Geldwäscheexperte Konrad Duffy von Finanzwende e.V. : "Wenn solche komplexen Firmenkonstrukte aufgestellt werden, dann hat das einen Grund. Da geht es wahrscheinlich um richtig viel Geld." Um welche Summen es geht, zeigt ein Überweisungsdokument aus dem Unternehmensregister von Malta. Demnach überwies die Casinofirma N1 Interactive Ltd. im März 2022 zwei Millionen Euro an Dama N.V. Glücksspielforscher Tobias Hayer von der Universität Bremen kennt solche illegalen Angebote und sagt im Interview mit dem BR: Nicht-lizenzierte Casinos lockten mit enormen Gewinnen, es gebe oft keine Einzahlungslimits - theoretisch können die Spieler also unbegrenzt viel zocken.